12. Dezember 2013

Verkaufsplattformen für Handgemachtes - Dawanda

Dawanda Logo
Im Rahmen der Vorstellungsreihe von Verkaufplattformen für Handgemachtes  wurde Etsy ja bereits vorgestellt. Im deutschsprachigen Raum aber wohl deutlich bekannter ist Dawanda. Da es auch jetzt mit Sicherheit wieder den ein oder anderen gibt, der Dawanda noch nicht kennt, hier erstmal einige grundlegende Informationen:

Dawanda-Website

DaWanda ist der Online-Marktplatz für Selbstgemachtes und Unikate. Kreative und Designer verkaufen unter www.dawanda.com Unikate und Produkte in limitierter Auflage. Im Gegensatz zur industriellen Massenware ist DaWanda die Anlaufstelle für Menschen, die Wert auf Individualität, Trends und verantwortungsbewussten Konsum legen. Die Webseite bietet einzigartige Produkte aus den Bereichen Mode, Schmuck, Accessoires, Kinderartikel, Kunst und Wohnen. DaWanda ist eine Social Commerce-Plattform, auf der Konsumenten wie Hersteller ihre Ideen austauschen und sich gegenseitig inspirieren. Viele der Artikel werden nach den individuellen Wünschen des Käufers gefertigt. Für Hersteller bietet das Unternehmen ein Sprungbrett, um das eigene kreative Talent noch mehr zu nutzen und damit erfolgreich zu werden.

Dieses Statement gibt Dawanda über sich selbst ab. Für Verkäufer aber interessanter sind natürlich die Zahlen:
  • Dawanda wurde am 3. Dezember 2006 gestartet.
  • Sitz des Unternehmens: Berlin
  • Länder: Europaweit
  • Mitglieder: über 3,4 Mio.
  • Shops: keine Angabe
  • Artikel: rund 4 Millionen Produkte, jeden Tag kommen 10.000 neue Produkte hinzu
  • Besucher: 15 Mio. Visits im Monat und über 200 Mio. Page Impressions im Monat
  • Umsatz: keine Angabe
  • erlaubte Artikel: schöne Unikate, handgemachte, individualisierte und maßgeschneiderte Produkte und Kleinserie, zusätzlich Material und Vintage (älter als 20 Jahre)
Bei Dawanda arbeiten inzwischen 150 Mitarbeiter aus 15 Nationen. Die Webseite ist auf Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Spanisch, Polnisch und Italienisch verfügbar. Neben Berlin gibt es weitere Büros in Madrid, Strasburg und Warschau.

DaWanda Gründer Claudia Helming und Michael Pütz
DaWanda Gründer Claudia Helming und Michael Pütz
Dawanda ist also ein deutsches Unternehmen und auf dem deutschen Markt im Bereich Handmade und Verkauf von Material oder Vintage auch gut etabliert. Tatsächlich muss man nach Alternativen recht lange suchen. Die beliebteste Kategorie ist Schmuck, ca. alle 20 Sekunden wird hier etwas gekauft. Danach folgen Produkte für Babys und Kinder und danach Taschen.
Dawandas Zahlen wirken vielleicht nicht so erschlagend wie die von Etsy, das Verhältnis von Angeboten zu Besuchern ist allerdings fast gleich: 3,75 Besucher pro Artikel im Schnitt (dawanda) gegen 3,33 Besucher pro Artikel (etsy).
Internationaler Verkauf ist über Dawanda möglich, allerdings nur, wenn der Artikel auch in der jeweiligen Sprache übersetzt ist. Möglich ist neben Deutsch hier Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Niederländisch. Man sollte dann aber natürlich auch in der Lage sein, in der entsprechenden Sprache mit seinen Kunden zu kommunizieren.

Zusammenfassend kann man sagen:
  • bekannteste Plattform für Handmade in Deutschland
  • Verkäufe verwiegend in den deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz)
  • großes Angebot gerade bei den beliebten Kategorien wie Schmuck, Babysachen, Mützen etc. Hier eine Nische finden ist sehr schwer
  • Dawanda verschickt viele Newsletter, hat ein Lovemag etc. Die Auswahl der vorgestellten Shops und Produkte ist aber nicht immer ganz nachvollziehbar. Es werden auch häufig Rabatt- und Spendenaktionen durchgeführt, an denen man sich als Verkäufer beteiligen kann, und die entsprechend beworben werden.
  • Tips zum besseren Verkaufen gibt es meiner Ansicht nach von Seiten Dawandas eher weniger. Auch dauern Antworten auf Fragen manchmal sehr lange oder aber es gibt gar keine Antwort bzw. eine standartisierte.
Dawanda ist mit Sicherheit eine Möglichkeit, wenn man nur innerhalb Deutschlands und vielleicht hin und wieder ins europäische Umland verkaufen möchte. Man sollte sich aber darauf einstellen, sowohl mit beliebten als auch Nischenprodukten sehr viel Werbung für seinen Shop gerade auch außerhalb von Dawanda machen zu müssen, um gut zu verkaufen. 
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